Bild: Sibylle Glosemeyer/ Stiftung

Delegationsreisen

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Ultraschalluntersuchung eines Säuglings in Ternopil. Bild: Sibylle Glosemeyer/ Stiftung

Besuche in der Republik Belarus und in der Ukraine

Seit ihrer Gründung führt die Stiftung jährlich Delegationsreisen in die Republik Belarus und in die Ukraine durch, um in den Krankenhäusern vor Ort, den Bedarf an medizinischen Geräten, insbesondere Ultraschallgeräte, zur diagnostischen Früherkennung zu ermitteln. Ziel ist es, in den von den nuklearen Niederschlägen besonders betroffenen Gebieten die Früherkennung schwerer Krankheiten, insbesondere den Schilddrüsenkrebs, häufig als Folgen der Reaktorkatastrophe, zu verbessern.

Am 16. und 17. Mai 2010 starteten zwei Delegationen der Stiftung in die Ukraine. Ziel der Gruppe, unter Leitung von Prof. Eckel war, in verschiedenen Krankenhäusern in Kiew und der näheren Umgebung den Bedarf an benötigten Ultraschallgeräten festzustellen. Außerdem standen auf dem Programm Gespräche mit dem deutschen Botschafter und Besuche bei offiziellen, staatlichen Stellen, wie z.B. im Gesundheits- und Außenministerium sowie bei der Firma Siemens in Kiew und unserem ukrainischen Partner, der Nationalstiftung „Ukraine den Kindern“.

Auch nach dem Regierungswechsel in der Ukraine könne sich die Stiftung auf die Fortsetzung der Unterstützung von staatlicher Seite verlassen, wurde den Delegationsteilnehmern von den Regierungsvertretern und unserem ukrainischen Partner versichert.

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Eine Kapelle im Krankenhaus in Ternopil. Bild: Sibylle Glosemeyer/ Stiftung

Auf unserer Delegationsreise vom 04. bis 12. März 2011 in das von nuklearen Niederschlägen besonders betroffene Gebiet um Gomel in der Republik Belarus wurden wir von einem NDR-Filmteam begleitet, als uns die Ereignisse in Fukushima überraschten. Der Filmbericht des NDR „Die Reportage – Die Kinder von Tschernobyl“, in dem ein­drucksvoll von der Arbeit der Stiftung zum 25. Jahrestag der Katastrophe am 25. April 2011 berichtet werden sollte, wurde daraufhin bereits am 17. März 2011 gesendet.

Vom 16. bis 21. Mai 2011 hat die Landesstiftung, unter Leitung von Herrn Prof. Eckel, eine Delegationsreise in die Ukraine durchgeführt. Unser Weg führte uns auf teilweise abenteuerlichen – dringend sanierungsbedürftigen - Straßen von dem im Westen der Ukraine gelegenen Lemberg über Kovel, Ternopil und Luzk nach Mogilev-Podolskiy; eine Kleinstadt in den Karpaten, in der kaum noch medizinische Hilfeleistungen ankommen.

In der Zeit vom 26. September bis zum 01. Oktober 2011 bereiste die Landesstiftung die Republik Belarus. Dort besuchte Herr Prof. Eckel Krankenhäuser in Mogilew, eine Stadt ganz im Osten der Republik. Die Not ist immer noch – auch nach 25 Jahren – sehr groß und die Nachfrage nach medizinischer Hilfe ungebremst.